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neues fairydust- projekt:
feenschimmer 
eigene texte zu keltischen melodien
LAUSCHEN: www.myspace.com/fairydustlaute
Schöne Anna von Annaberg

In Annaberg drom im Arzgebirg,
letztes Jahr wohl im August 
hab ich sie geseh'n, Fee im Wiesengrün,
und ich hätt' so gern gewusst
wo ich sie wohl find', ob das schöne Kind 
wohl noch frei ist und ungefreit.
Wird sie mir nicht hold sterb' ich ungewollt
an Begehren und Herzeleid.
Von Annaberg bis nach Frankenberg
Und von Freiberg nach Großenstein
Gibt es weit und breit keine schönre Maid
Und sie wird bald die Meine sein

Von Olbernhau über Lichtenstein
Und von Thalheim nach Frankenberg
Soll eine Maid nur die meine sein
schöne Anna von Annaberg

Ihr Lachen war klar wie Glockenklang,
reines Gold war ihr Haar im Wind.
Ich traf einen Mann und ich sprach ihn an,
wer sie ist, wo ich sie wohl find.
"Anna wohnt am Berg gleich bei Annaberg",
und der Schalk stand ihm im Gesicht,
"Sie ist weit und breit hier die schönste Maid,
und du, Fremder, bekommst sie nicht!"
Ich war frank und frei und gar froh dabei,
nie nahm mich die Liebe ein,
doch für diese Maid fand ich's an der Zeit
sesshaft und gezähmt zu sein.
Mein Herz war noch frei, ich fand nichts dabei,
dass sie einzog als wär sie mein.
Ich ließ sie hinein, ja sollt sollt' es sein,
dieses Mädchen wollt' ich frein'!
.
Kein Gasthaus wird mich je wieder sehn,
keinen Tabak rühr' ich an.
Werd Sonntags stets in die Kirche gehn'
als respektierlicher Mann.
Alles setz' ich ein für ein eignes Heim,
eine eigne  Feuerstatt.
Ich werd' alles tun, ich werd niemals ruhn'
bis ich Anna vom Berge hab.
 
Grüßt mir von Herzen
Brecht ihr auf hinüber zum Markt?
Oh ich kann nicht mit euch gehn.
Grüßt mir von Herzen mein Mägdelein zart.
Werd ich sie dereinst wieder sehn?

Sagt ihr sie soll mir eine Hemde nähn,
Thymian, Salbei, Rosmarin,
ohne dass Zwirn oder Garn wärn zu sehn,
dann soll sie mein Liebste wohl sein.

Sie wasche das Hemd unter trockenem Quell,
Thymian, Salbei, Rosmarin,
wo Wasser nie floss, und keine Regenguss,
dann soll sie mein Liebste wohl sein.

Sagt ihr sie trockne es auf sprödem Dorn, 
Thymian, Salbei, Rosmarin,
das niemals erblühte seit Adam geborn,
dann soll sie mein Liebste wohl sein.

Wenn sie ihr Tagwerk treulich erfüllt,
Thymian, Salbei, Rosmarin,
bringt sie zu mir in das Linnen gehüllt,
dann soll sie mein Liebste wohl sein.

Brecht ihr auf hinüber zum Markt ?
Oh ich kann nicht mit euch gehn.
Grüßt mir von Herzen mein Mägdelein zart.
Werd ich sie dereinst wieder sehn?
Palast in Trümmern- Abgesang
Palast in Trümmern, der König dankt ab,
eine lachende Königin zieht durch die Stadt.
Farben der Liebe verblassen zu Staub,
taumeln leuchtend im Sterben wie herbstliches Laub,
taumeln leuchtend im Sterben wie herbstliches Laub.

Neue Kleider des Kaiser trägt nun alle Welt,
jede Schlagzeile nennt ihn gescheiterter Held.
Alle Uhren stehn still zwischen Tränen und Leid.
Ach den letzten Tanz tanzten sie lang vor der Zeit,
den letzten Tanz tanzten sie lang vor der Zeit.

Sobald das Orchester zu spielen begann,
sah ich schon das Abendrot glühn.
Am Ende des Tanzes, im letzten Gesang
konnte jeder im Königreich sehn:

Dieser Palast in Trümmern zerfällt und vergeht,
alle Träume in Scherben, vom Winde verweht.
Es schwebt durch verlassene Hallen ein Klang:
Einstmals liebte ein König, es währte nicht lang.
Es klingt durch die Räume ein stummer Gesang:
hol mich aus diesem Dunkel, nimm von mir den Bann!
Ein Lied voller Herzeleid klingt durch den Saal:
einst lebte ein König, es war einmal.

Dieser Palast in Trümmern zerfällt und vergeht,
alle Träume in Scherben, vom Winde verweht.
Ein Lied voller Herzeleid klingt durch den Saal:
Einst lebte ein König, es war einmal.
Es schwebt durch  verlassene Hallen ein Klang:
Einstmals liebte ein König, es währte nicht lang.
Ein Lied voller Herzeleid klingt durch den Saal:
Einst liebte ein König, es war einmal.
Land unsrer Träume  

Kommst du mit, kommst du mit
in das Land unsrer Träume-
kommst du mit, kommst du, kommst du
in das Land unsrer Träume!

Kommst du mit in das Land wo Milch und Honig fließen,
wo die Sonne dir lacht über unbezäunten Wiesen,
wo die Welt dir gehört und es gibt keine Sorgen,
keine Angst, keinen Gram- voller Hoffnung jeder Morgen.

Kommst du mit in das Land ohne Neid und ohne Bosheit,
ohne Missgunst, bösen Willen, Schadenfreude, Roheit.
Jeder lebt hier für dich, so wie du lebst für Jeden,
alles ist eins- ein Jedes ist ein Nehmen und ein Geben.

Kommst du mit....
Offner Blick, offne Hand, offne Tür, offne Herzen.
Schmunzeln und lächeln und lachen und fröhlich scherzen.
Mitgefühl und Geduld, Toleranz, Hilfsbereitschaft
niemals Angst, niemals Hass, keine Gedanke je der Leid schafft.
Freiheit, Brüderlichkeit, Einigkeit und Gleichheit,
freie Zeit, freie Hand, frei zugängliche Weisheit-
Mann und Frau, Schwarz und Weiß, Jung und Alt, Reichtum, Armut,
alles fließt Hand in Hand, voller Großmut voller Frohmut

Kommst du mit....
Kein Hunger, keine Seuchen, kein sinnloses Sterben,
kein vergessenes Volk, kein benutzt, betrogen werden.
Kein Spiel mit der Welt, kein Blut und keine Tränen
Keine Macht mehr für die, die für gottgesandt sich wähnen!

Kein Papierkrieg, Ehekrieg, kalter Krieg- auf dass ich Wut krieg!
Rache ist nichts für Wache, nichts als Schande ist ein Blutsieg.
Schließt der Kreis sich ist Gut nicht von Bös zu unterscheiden-
weiter Blick, weites Land- enge Stirn macht sinnlos Leiden.

Kommst du mit, kommst du mit
in das Land unsrer Träume-
kommst du mit, kommst du, kommst du
in das Land unsrer Träume!

Engel (Engelmacher)
Jung war ich und ging zum Tanz,
da traf ich Hans, der tanzt so fein-
Tanz mit mir den Walz, mein Hans-
will deine Balzgefährtin sein!
Ein Engel sah uns lächelnd zu
blauer Blick, braunlocknes Haar-
aus Mondeslicht und Wiesenruh
ward er geborn. Wie jung ich war.

Zu jung war ich, der Hans zog fort,
kein Heim, kein Haus fand ich für dich,
kein sicherer, kein warmer Ort
für dich, mein Kind, der Hans zog fort-
es ist nur ein böser Traum,
meine Engel wir geh'n heim-
es ist nur ein böser Traum. 
Engel, wir geh'n heim.

Wie Nachtigalln in lauer Nacht
fröhn ich doch meiner Sangeslust.
Der Spielmann gab mir Herz und Hand,
und hat von Treue nichts gewusst.
Es lauschte uns ein Engelein,
blickt froh aus dunklem Augenstern
auf Lagerstatt und Feuerschein.
Die Nachtigall sang uns von fern.

Allein blieb ich, der Spielmann floh,
2 Gulden ließ er mir als Preis,
die Lieb im Herzen, drunter du,
die Nachtigall ward stumm und leis.
Es ist nur ein böser Traum,
meine Engel wir geh'n heim-
es ist nur ein böser Traum. 
Engel, wir geh'n heim.

Mein Ruf ward schmutzig wie mein Kleid,
das ich nun trag auf meiner Flucht.
Der Fuhrmann tröstet mich im Leid,
ich hätte je nur ihn gesucht.
Die kalten Tränen küsst er ab
von meiner Wange hohl und heiß.
Ein Engel schluchzt am Wegesrand-
und bleibt , obgleich er Böses weiß.

 Dich letzten Engel send ich nicht
zurück ins Glück, das du gesandt.
Das Glück lag nie in meiner Hand.
Du bleibst bei mir. Am Wegesrand.

Mondlicht über Wiesenruh,
Liebeslied im Feuerschein,
eine letzte Winternacht-
meine Engel, wir gehn heim !
Es ist nur ein böser Traum,
meine Engel wir geh'n heim.
Es ist nur ein böser Traum. 
Engel, wir geh'n heim.
 steht am
Wo der Leuchtturm steht (für Klaus & Dagi) 

Wo der Leuchtturm steht
Arkona überm Meer
Weiße Felsen weithin grüßen
Dort mein Geliebter werd ich dich nie wieder sehn
Dort lag uns die Ostsee zu Füssen
.
Seit wir uns trennten
Den sandhellen Strand im Blick
hoch vom kieferndicht bestandenen Wald
klang mir nie mehr ein Liebeslied im Wind
an den weißen Gestaden der Ostsee
.
Die Wälder singen unser Lied
Dein Duft liegt im Sommerwind
Dieser Abend schmeckt nach damals
Ein gebrochnes Herz ist keins
Soll ich dich nie wieder sehn
An den weißen Gestaden der Ostsee

 

 

005. 

e

m

fotos:thomas.bock,.hilmar.messenbrink, lars.rosenkranz

 

 

(C) 2004. Fairydust.

Letzte Aktualisierung: 19/03/2009